#32 – Point Alpha

… war bis 1990 ein Beobachtungsposten im berüchtigten Fulda-Gap. Wenn der Kalte Krieg eskaliert wäre, hier wahrscheinlich zuerst. Warum kommt man auf die Idee den Hauptsitz eines Entwicklungsdienstleisters keine 25 km davon entfernt anzusiedeln? Das war unter anderem eine Frage die wir Dr. Stefan Caba von der EDAG AG gestellt haben. Stefan erklärt uns warum eventuell gerade diese exponierte Lage sinnvoll war und wie er in seiner Position als Leiter Competence Center Nachhaltige Fahrzeugentwicklung im übertragenen Sinne auch alle Bewegungen im Markt genau beobachten muss. In einem sehr unterhaltsamen und ausführlichen Gespräch erfahren wir zudem wie sich die Ansätze zur Nachhaltigen Fahrzeugentwicklung von der traditionellen Vorgehensweise unterscheiden, welche Rolle dabei eventuell ganz neue Mobilitätskonzepte spielen werden und warum eine seit Jahrtausenden bekannte Sprengtechnik dabei helfen kann. Außerdem erklärt uns Stefan, warum er sich in seiner Freizeit noch mit der Weiterbildung in der Kunststofftechnik beschäftigt.

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# 31 – Mit Koppelmatrizen carven

In der Ausbildung zur klassischen Laminattheorie ist die Koppelmatrix das Schmuddelkind. Man weiß zwar das es so was gibt, versucht sich aber möglichst fern davon zu halten. Unausgeglichene Laminate bringen viel Ärger mit sich – in der Prüfung, in der Anwendung aber vor allem in der Fertigung.
Einer, der aus dieser Not eine Tugend gemacht hat, ist Jörg Kaufmann. Er ist Gründer des Snowboardherstellers silbaerg und aufbauend auf seiner patentierten Idee entstehen Boards mit einem einzigartigem Fahrverhalten, die von ambitionierten Hobbysportlern und Profis geschätzt werden. Jörg hat uns mit auf seine spannende Reise vom sportbegeisterten Jugendlichen zum Sportgerätehersteller genommen. Während er so aus dem Nähkästchen plaudert kann man schön nachvollziehen, dass die der Koppelmatrix entgegengebrachte Ignoranz unbegründet ist und ihr geschickter Einsatz spektakuläre Produkte ermöglicht. Wenn man sich dann traut…

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#30 – Von der schiefen Bahn abgekommen

So richtig ist nicht klar, ob das jetzt ein Lob für Peter Schmuhl und Frank Rosenbaum ist. Die Anfänge der Schmuhl Faserverbundtechnik GmbH & Co. KG liegen im Bobsport und da ist es ja eigentlich erwünscht möglichst präzise auf der Bahn zu bleiben. Nach einer ziemlich wilden Anfangszeit und sicherlich aufregenden Wendeerfahrungen hat der Firmengründer Peter Schmuhl im thüringischen Liebschütz eine kleine aber sehr feine Faserverbundmanufaktur aufgebaut, die Kunden aller Größen und Branchen mit Faserverbundbauteilen ausstattet. Mit beiden haben wir darüber gesprochen, wie sich ein kleines Unternehmen im Markt behaupten kann und wie man weltweit die Kunden davon überzeugt, dass in Thüringen mehr geht als Bratwurst und Klöße. Über das Schwefeln der Klöße müssen wir aber nochmal reden 😉 .

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#29 – Churchills Erben

Was im ersten Moment eher nach der Reinkarnation einer der stilprägenden Bands der deutschen Dark-Wave- und Gothic-Bewegung klingt, entpuppt sich als eine informative und unterhaltsame Podcastepisode zur aktuellen Situation auf dem Composite-Markt.

Anlässlich der Veröffentlichung sowohl des AVK-Marktberichtes als auch des CFK-Marktberichtes des Composites United im Rahmen der JEC haben wir uns mit Dr. Elmar Witten und Michael Sauer verabredet. Gemeinsam haben wir die Markberichte durchgearbeitet und darüber gesprochen, was die Zahlen und Statistiken über die historische Entwicklung, die aktuelle Situation und vielleicht sogar die Zukunft des Composite-Marktes aussagen. Immer wieder sind wir dabei darüber gestolpert, dass die gefühlte Wahrheit in der Öffentlichkeit sich deutlich von der tatsächlichen Situation im Markt unterscheidet. Wenig überraschend sollte man sich daher bei wichtigen Entscheidungen eher von den Zahlen der Marktberichte als vom Bauchgefühl leiten lassen. Und am Ende gibt es noch zuhauf Veranstaltungshinweise…

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#28 – Stifte weg!!

Daran sollte man sich in jeder Physik-Klausur zum Thema Induktion erinnern, zumindest wenn man Rechtshänder ist und versucht die Lenz’sche Regel mit der Drei-Finger-Regel abzubilden. Mit Stift in der Hand handelt man sich da schnell einen Vorzeichenfehler ein.

Wir sind Markus Kaden von der msquare GmbH sehr dankbar, dass er uns spontan die Juli-Episode gerettet hat. Die wäre sonst einem größeren Termin-Schluckauf zum Opfer gefallen. Mit Markus haben wir über die von ihm mitgegründete msquare GmbH und die Faserverbundreparatur mit Hilfe von Induktionsheizungen gesprochen. Es entstand ein sehr launiges Gespräch, bei dem es um die physikalischen Grundlagen, die Herausforderungen einer Firmengründung und der Realität des Marktes geht. Und am Ende gibt es sogar noch eine Rezeptempfehlung 🙂 .

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#27 – Kühe und Moor

So oder so ähnlich hätte man den Inhalt unserer aktuellen Folge beschreiben können…Wenn, ja wenn Thomas nicht eingegriffen und unser Warm-up mit dem rüden Hinweis auf die Aufnahme unterbrochen hätte. Wir mussten also inhaltlich weiter.

Mit Dr. Robert Kupfer vom Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik haben wir über das Konzept des Neutralleichtbau gesprochen. Welche Ansätze werden dazu am ILK verfolgt? Worauf zielt der Begriff des Neutralleichtbaus ab? Welche Probleme stehen diesem Konzept aktuell noch im Weg? Diese und viele andere Fragen konnten wir mit Robert in einer sehr amüsanten Podcastrunde besprechen, die uns von klimarelevanten Mooren über den Großserienleichtbau, die Verknüpfung von Ökonomie, Ökologie und Soziologie sowie die JEC in Paris zurück zur Lebensdauer des einheimischen Fleckviehs führte. Garniert wird diese sehr stimmungsvolle Episode mit einer Vielzahl an Podcastempfehlungen, die – wie soll es anders sein – natürlich auch die Moore beinhalten.

P.S.: Diesmal war Kai der mit den Technikproblemen 🙁

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#26 – Messeschaden

Am Ende kam es Erstens anders und Zweitens als wir uns das gedacht haben. Die JEC hat inklusiver Vor- und Nachbereitung doch so gestresst, dass das mit dem Veröffentlichen vor der Messe nichts geworden ist. Dafür aber jetzt und umso länger 🙂

Wir haben uns diesmal mit Dr.-Ing. Christoph Irmler unterhalten. Christoph ist ein wahres Urgestein des sächsischen Leichtbaus und auch in seinem vorgeblichen Ruhestand noch aktiv. Mit ihm haben wir über seinen Werdegang und die wichtige Erkenntnis gesprochen, dass Leichtbau nicht immer was mit Masse zu tun haben muss. Durch Christophs beneidenswerten Erfahrungsschatz konnten wir in der aktuellen Episode einen Bogen von künstlichen Zähnen über die Toilettenfrage in Dresden bis hin zur technischen Bildung schlagen. Das klingt vielleicht etwas gewagt, hat aber riesigen Spaß gemacht.

P.S.: Irgendwie war bei der Aufnahme von Christophs Spur der Wurm drin. Das Knistern habe ich nicht völlig rausbekommen. Ich hoffe es stört nicht zu sehr.

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#25 – Glasfaseryoga

In dem Moment als unsere heutige Gästin Nicole Aegerter ihre ersten Arbeiten an den hybriden Bikomponentenfasern mit dem Wort Glasfaseryoga beschrieb, stand der Episodentitel fest. Gemeinsam mit ihrem Mitgründer Christoph Schneeberger hat sie uns in einer äußerst unterhaltsamen Aufnahme erklärt, was die von ihrem Start-Up Antefil Composite Tech entwickelte Technologie so besonders macht und warum sie zum Glück kein Yoga mit Fasern mehr machen muss. In einem sehr amüsanten Ritt durch die mikroskopische Welt der beschichteten Glasfasern suchen wir mit den beiden Gästen den Fließweg, diskutieren ob Spaghetti oder Canneloni sich eher zum Vergleich eignen und was Pasta al bonzo mit der Glasfaserschlichte zu tun hat. Am Ende bleiben so viele Themen offen…dass wir uns gleich in Paris verabredet haben.

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#24 – Knotenfrei

kommt niemand durch die Prüfung zum Sportbootführerschein. Knotenfrei waren bei der heutigen Aufnahmen auch weder die Internetleitungen noch die Stimme eines Gastes. Dabei ist Knotenfreiheit eine zwingende Anforderung wenn man thermoplastische Tapes im Flechten verarbeiten will und wenn man es kann, ist es eine gute Grundlage um ein Unternehmen zu gründen. In der aktuellen Folge erklären uns Dr. Christian Garthaus und Daniel Barfuss von der herone GmbH was man mit den geflochtenen Tapes dann alles machen kann. Schnell versteht man, warum die Technologie der herone GmbH erhebliches Potenzial bietet und welche Herausforderungen so eine Gründung dennoch mit sich bringt.

 

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#23 – Ich bin der Geist

…der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles was entsteht
Ist werth daß es zu Grunde geht;
Drum besser wär’s daß nichts entstünde.
So ist denn alles was ihr Sünde,
Zerstörung, kurz das Böse nennt,
Mein eigentliches Element.

Und, erkannt? Genau der. Der Klassiker. Und wenn man zum “Faust” nur noch ein klitzekleines “s” dazugibt ist man schon ganz nah dran an unserem Gast dieser Episode. FAUSST ist das Akronym für ein neuartiges Verbindungselement, mit dessen Hilfe man Faserverbundbauteile einfach an metallische Strukturen anschweißen kann. Wir sprechen mit den Erfinder und Geist (🙄 Augen verdrehendes Gesicht-Emoji) hinter diesen Elementen, Dr. Lars Molter. Er erzählt uns, wie man als kleines norddeutsches Start-Up berühmt wird und wie die Entstehungsgeschichte des FAUSST-Systems war. Dazu sprechen wir auch etwas über die Herausforderungen, so ein neuartiges System in traditionsverbundene Märkten zu platzieren und warum es manchmal besser sein kann Bewährtes einfach beizubehalten.

P.S.: Wer hat beim Eingangszitat 80er-SynthPop-Vibes bekommen?

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